Orientierungslos und überfordert?
Dr. med. Birgitt Holschuh-Lorang
„Null Bock auf nix“ klingt wie ein Begriff aus einer anderen Zeit. Tatsächlich wurde die sogenannte „Null-Bock-Generation“ in den 1980er-Jahren geprägt, als viele junge Menschen wegen ihrer beruflichen, sozialen oder wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven resignierten. Doch trifft diese Bezeichnung noch auf die heutige Generation zu?
Die Shell-Studie, eine empirische Untersuchung des Mineralölkonzerns Shell, gibt seit 1953 Einblicke in die Einstellungen, Werte und das Sozialverhalten von Jugendlichen in Deutschland. Die Shell Jugendstudie 2024 beleuchtet die aktuellen Einstellungen und Verhaltensweisen der heutigen Jugend und zeigt im Vergleich zu früheren Generationen ein differenziertes Bild:
- Pragmatismus und Leistungsorientierung: Die Mehrheit der Jugendlichen ist pragmatisch und leistungsorientiert. Sie streben nach Sicherheit im Berufsleben; 91 Prozent erachten einen sicheren Arbeitsplatz als "sehr wichtig."
- Politisches Interesse und Engagement: Das Interesse an Politik ist gestiegen. 55 Prozent der Jugendlichen zeigen politisches Interesse, und fast ebenso viele legen Wert darauf, sich selbst zu engagieren.
- Optimismus trotz Herausforderungen: Trotz globaler Krisen blicken viele Jugendliche optimistisch in die Zukunft. Etwa drei Viertel sind überzeugt, dass Deutschland ihnen alle Möglichkeiten bietet, ihre Lebensziele zu verwirklichen.
Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die heutige Jugend weder als „Protestgeneration“ noch als „Null-Bock-Generation“ bezeichnet werden kann. Vielmehr zeichnet sie sich durch Pragmatismus, Leistungsbereitschaft und ein wachsendes politisches Interesse aus.
Diese Einschätzung trifft sicherlich auf viele junge Menschen zu, doch eine andere Gruppe entspricht diesem Bild nicht. Sie wirkt orientierungslos oder resigniert und blickt eher sorgenvoll in die Zukunft, ganz nach dem Motto: „Wir machen alles – entweder übermorgen, später oder gar nicht.“
Was steckt dahinter?
In meiner allgemeinärztlich orientierten Praxis begegnen mir zunehmend junge Menschen, die zwar keine klassischen schulmedizinischen Erkrankungen haben, aber dennoch mit ihrem Alltagsleben nicht zurechtkommen. Sie klagen über Schulprobleme, wie Konzentrations- und Lernstörungen, die durch den steigenden Leistungsdruck verstärkt werden. Oft kommen sie auch mit den Ansprüchen ihrer Eltern nicht zurecht, die sie mit ihrem Engagement für eine erfolgreiche Zukunft eher überfordern.
Diese Überforderung führt bei vielen zu einem seelischen Rückzug und einem Gefühl von „Null Bock auf nix“. Nicht nur Schüler, auch junge Berufstätige gehören zu meinen Patienten. Sie haben zwar Ziele, sind aber oft verzweifelt, weil sie diese kaum umsetzen können und keine Erklärung für ihr „Null-Bock-Syndrom“ finden.
Was bedeutet eigentlich „Null Bock“?
Das deutsche Wort „Bock“ im Sinne von Lustlosigkeit könnte sich laut einigen Sprachforschern lautlich aus dem Romani-Wort „Bokh“ entwickelt haben, das „Hunger“ bedeutet. Genau das spiegelt das verborgene Bedürfnis vieler junger Menschen wider: den „Hunger“ nach Anerkennung, guten Beziehungen, ausreichender Kommunikation, einem angstfreien Leben, einem besseren Selbstwertgefühl und einer Zukunft mit Perspektiven.
Stattdessen erleben sie häufig Mobbing, Aggression, Rückzug, Kommunikationsstörungen, Beziehungsprobleme, Flucht in Drogen, Ängste und tiefe Einsamkeit. In meiner Praxis häufen sich diese Fälle, was auch an meinem langjährigen Schwerpunkt in der Psychosomatischen Energetik liegt, einem Verfahren, das von Dr. Reimar Banis entwickelt wurde.

Worin liegt die Problematik dieser jungen Patienten?
Bei einer Untersuchung mit der Methode der Psychosomatischen Energetik zeigt sich oft ein Mangel an Lebensenergie: Ihre vitale Energie ist eingeschränkt und insbesondere ihre emotionale Belastbarkeit stark vermindert. Mit Hilfe des Reba-Testgeräts lässt sich nicht nur der Grad dieser Einschränkung feststellen, sondern auch die zugrunde liegenden Ursachen ermitteln. Diese Ursachen liegen in energetischen Blockaden, die die Aufnahme der Lebensenergie behindern und das gesamte Energiefeld aus dem Gleichgewicht bringen.
Wie entstehen diese energetischen Blockaden?
Die Gründe dafür liegen in unbewussten seelischen Verletzungen (Konflikten), die nicht gelöst, sondern verdrängt wurden. Solche Konflikte speichern Lebensenergie ab und verhindern so den freien Fluss.
Mit speziellen homöopathischen Komplexmitteln wie Chavita und Emvita können die entsprechenden Konflikte gelöst und die energetischen Blockaden beseitigt werden. Diese Behandlung führt zu einem Anstieg der vitalen und emotionalen Energie und trägt zur Bewältigung der gesamten Problematik bei. Im Fall dieser jungen Patienten ermöglicht ihnen die wiedergewonnene Lebensenergie, ihre Herausforderungen nach und nach zu meistern, ihre Potenziale zu nutzen und ihren Lebensweg positiv zu gestalten.
Typische Blockaden der „Null-Bock-Patienten“
Bei einer Analyse der seelischen Blockaden dieser „Null-Bock-Patienten“ treten häufig Blockaden in bestimmten Energiezentren (Chakren) auf, die für jeweils spezifische Themen stehen:
- Blockaden im 7. Chakra (Kronenchakra): Rückzug in die eigene Welt, Beziehungsprobleme
- Blockaden im 6. Chakra (Stirnchakra): Entscheidungsschwierigkeiten, innere Unausgeglichenheit
- Blockaden im 5. Chakra (Halschakra): Kommunikationsprobleme
- Blockaden im 4. Chakra (Herzchakra): Ängste und Rückzug
In der Behandlung gilt es, genau diese Blockaden zu lösen. Die Auflösung der Blockaden führt zu folgenden positiven Veränderungen:
- Im 7. Chakra: Erhöhung des Selbstwertgefühls und eine klare, realistische Wahrnehmung
- Im 6. Chakra: Förderung der inneren Balance
- Im 5. Chakra: Bereitschaft zur Veränderung und lebendige Kommunikation
- Im 4. Chakra: Entwicklung von Vertrauen in sich selbst und in das Umfeld
Die folgenden zwei Beispiele geben einen Einblick in die Behandlungsmöglichkeiten mit der Psychosomatischen Energetik bei betroffenen jungen Menschen und zeigen ihren Entwicklungsweg auf.
Noah, 20 Jahre
Bei der Erstuntersuchung berichtet Noah, dass er bereits in der Grundschule häufig gemobbt wurde. Die 10. Klasse brach er ab und blieb ein ganzes Jahr der Schule fern. Weder eine psychologische noch eine stationäre Behandlung waren erfolgreich. Seine Eltern machen sich grosse Sorgen und drängen ihn, das Abitur zu machen. Sein Verhältnis zu ihnen beschreibt er als schlecht; er möchte von zu Hause weg, hat jedoch keinen Plan, wie er seine Zukunft gestalten könnte. Noah fühlt sich energielos und antriebslos. Er meint, seine Leistungen entsprächen seinem aktuellen Einsatz – vielleicht könnte er mehr erreichen, wenn er fleissiger wäre, doch ihm fehlt die Motivation.
Die Eingangsuntersuchung mit dem Reba-Testgerät zeigt eine vitale Energie von nur 20 % (Sollwert 100 %) und eine reduzierte emotionale Energie von 15 % (Sollwert ebenfalls 100 %).
Im Verlauf der Behandlung werden bei Noah folgende Blockaden gelöst:
- Eine Blockade im 7. Energiezentrum (Kronenchakra) mit dem Konfliktthema „Realitätsflucht“
- Eine Blockade im 6. Energiezentrum (Stirnchakra) mit dem Konfliktthema „mangelnde Selbstkontrolle“
- Eine Blockade im 4. Energiezentrum (Herzchakra) mit dem Konfliktthema „panische Ängste“
Durch das Lösen dieser energetischen Blockaden steigern sich Noahs Werte erheblich: Seine vitale Energie erhöht sich von 20 % auf 90 %, und die emotionale Energie steigt von 15 % auf 95 %.
Seine schulische Leistungsfähigkeit und sein Antrieb verbessern sich deutlich, ebenso seine allgemeine vitale und emotionale Verfassung. Noah entscheidet sich für die Prüfung zur schwierigsten Fächerkombination, besteht sein Abitur und nimmt ein Chemiestudium auf.
Johnny, 14 Jahre

Nach Aussagen seiner Mutter war Johnny schon immer sehr langsam in seinen Reaktionen und seinem Verhalten. Er besuchte zunächst eine Förderschule und schaffte es dann mit Mühe, die 5. Klasse der Hauptschule abzuschliessen. Seine Schulleistungen sind jedoch sehr schlecht.
Die Kommunikation mit ihm ist mühsam; er grinst meist nur und lässt sich nur schwer zu Aussagen bewegen. Nichts bereitet ihm Freude, und sein Frust äussert sich in aggressivem Verhalten, vor allem gegenüber seinem jüngeren Bruder. Er lebt in totalem Rückzug und hat keine Freunde.
Die PSE-Eingangsdiagnostik zeigt eine stark reduzierte vitale Energie von 40 % (Sollwert 100 %) und eine emotionale Belastbarkeit von nur 25 % (Sollwert 100 %).
Die Behandlung gestaltet sich langwierig, da sechs Konfliktthemen gelöst werden müssen:
- 7. Chakra (Kronenchakra): Problem der Realitätsflucht, beeinträchtigt die klare, realistische Wahrnehmung
- 6. Chakra (Stirnchakra): Mangelnde Selbstkontrolle, stört die innere Balance
- 1. Chakra (Wurzelchakra): Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein, beeinträchtigt das Urvertrauen
- 3. Chakra (Solarplexuschakra): Gestaute Wut, blockiert die Verarbeitung und das Loslassen
- 5. Chakra (Halschakra): Überdrehtes Verhalten, behindert die Kommunikationsebene
- 4. Chakra (Herzchakra): Rückzug und Eingeschlossensein, stört die Vertrauensebene
Im Verlauf vieler Monate steigern sich Johnnys Energiewerte auf der vitalen und emotionalen Ebene auf jeweils 100 %. Die Aggressionen lassen zunehmend nach, seine Schulleistungen verbessern sich deutlich, und seine Konzentrationsfähigkeit nimmt zu – er wird Klassenbester. Johnny plant nun, die Fachoberschule zu besuchen, und hat klare Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft. Nebenbei hat er das Klavierspielen für sich entdeckt, und nachdem sich die Eltern getrennt haben, hat sich sein aggressives Verhalten gegenüber seinem jüngeren Bruder in rührende Fürsorge gewandelt.
Fazit
Die Fallbeispiele verdeutlichen eindrucksvoll, welche zentrale Rolle die Lebensenergie für Gesundheit und Wohlbefinden spielt. Sie stabilisiert die vitale und emotionale Befindlichkeit und ermöglicht es gerade jungen Menschen, bei denen oft keine Erklärung für die „Null-Bock-Symptomatik“ gefunden wird, ihr verborgenes Potenzial zu entfalten. Mit der wiedergewonnenen Vitalität und emotionalen Energie entwickeln sie neue Lebensfreude und mehr Selbstbewusstsein – und erhalten die Möglichkeit, ihre Lern- oder Berufsziele zu verwirklichen.
Für mich als ärztliche Therapeutin ist die Arbeit mit der Psychosomatischen Energetik sehr erfüllend. Die verbesserte Aufnahme von Lebensenergie und eine ausreichende Energieladung unterstützen nicht nur junge Menschen, die an Orientierungslosigkeit und Antriebsmangel leiden, sondern fördern auch jeden Gesundungsprozess. Diese Methode ist ein fester Bestandteil meines ärztlichen Alltags geworden und für ein erfolgreiches und zufriedenstellendes Arbeiten nicht mehr wegzudenken.
Kontakt zur Autorin: b.holschuh-lorang@t-online.de